Ein moderierter Workshop wirkt Wunder für die Zusammenarbeit!

Ein Tag mit dem Team raus aus dem Alltag

Gerade komme ich nach Hause von einem Workshop eines Teams mit 17 Personen, die sich für einen Tag intensiv mit der Frage ihrer Zusammenarbeit auseinandergesetzt haben. Zentral war die Frage, bei welchen Aspekten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst einschätzen, dass es gut läuft, und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Und daran wurde dann gearbeitet: die eigenen, in Kleingruppen ohne Leitungsebene erarbeiteten Gesichtspunkte und Vorschläge gaben den Ton an für die Auseinandersetzung im Plenum. Dort, wo es einen Konsens für einen Veränderungsbedarf gab, wurde dieser in Aktion gebracht und die konkreten Verabredungen wurden festgehalten. Bei den strittigen Punkten wurde überlegt, wie ein gangbarer Weg aussehen könnte, auch dafür wurden Verabredungen getroffen.

 

Ziel, Inhalt und Form müssen zueinander passen

 

Für mich als Moderatorin besteht die Herausforderung in solchen Workshops immer wieder darin, passgenaue Interventionen einzusetzen: wie persönlich kann es werden, wie konfliktreich ist die Zusammenarbeit, welchen Themen liegen „oben auf“ und welche zeigen sich unterschwellig, sind aber bestimmend in der Zusammenarbeit. Diese Fragen sind von Gruppe zu Gruppe sehr unterschiedlich und sie lassen sich nicht in Gänze im Vorgespräch mit der auftraggebenden Leitung klären, manches taucht erst im Workshop auf. Mir verhelfen dann meine Erfahrung, mein breites Methodenspektrum und mein Gespür für die Gruppe dazu, jeden Workshop gewinnbringend zu gestalten – ich agiere „auf den Punkt“ höre ich erfreulicherweise immer wieder.

 

Die Führungskraft hat großen Anteil am Gelingen

 

In dieser gemeinsamen Auseinandersetzung kommt der Leitung eine sehr wichtige Aufgabe zu: sie braucht ein Bewusstsein für ihre eigene Rolle und die Kompetenzen der Teammitglieder. Damit die Ergebnisse dauerhaft tragen, sollte sie einerseits die an sie gestellten Anfragen annehmen, Wege zur Lösung suchen und gegebenenfalls auch Entscheidungen treffen. Und gleichzeitig ist sie aufgefordert, sich bewusst zurückhalten, wenn es um Themen innerhalb des Teams geht, die dieses selbst lösen kann. Damit sie dieser Anforderung an die eigene Person und Position gerecht werden kann, muss sie sich auf die externe Moderatorin / den externen Moderator verlassen können. Dieses Vertrauen trägt zum Erfolg wesentlich bei.

 

 

So ein Teamtag hat einen Benefit für Monate

 

Der Outcome lässt sich schwer konkret monetarisieren, der Impact ist allerdings unbezweifelbar. Dazu tragen auch die unterschiedlichen Settings der Zusammenarbeit in Kleingruppen, zu zweit, in der Großgruppe oder im offenen Arbeiten bei. Und natürlich die Pausengespräche und kleinen Bewegungsübungen, die bei Bedarf eingeschoben werden.

 

Das Team rückt als Arbeitseinheit näher zusammen und geht neu motiviert an die gestellten Aufgaben im Alltag heran.

 

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