"Es ist solange nicht vorbei, bis es vorbei ist."

Beim Tischfußball für's Leben lernen

Haben Sie schon mal Tischkicker gespielt? Mein Mann und ich spielen es seit einigen Wochen - mit anhaltender Begeisterung. Am Anfang habe ich fast immer verloren: er hatte mehr Übung und legte mehr Kraft in das Spiel. Ich verteidigte vor allem und hatte manchmal Glück, dass ein Torschuss gelang. Das war manchmal richtig frustrierend.

 

Die Lust, einfach aufzugeben

 

Fast hätte ich vor der Überlegenheit meines Gegners kapituliert. Immer wieder gab es Situationen, in denen ich einfach nachgelassen habe mit dem Gefühl, die Anstrengung bringt doch gar nichts. Ich hätte fast komplett aufgegeben. Ihm das Feld überlassen. "Soll er doch, ist doch sowieso ein blödes Spiel…" Je unzufriedener ich wurde, desto weniger Torschüsse oder Verteidigungen gelangen mir und desto höher Gewann mein Gegner. Das nervte! Ich hätte beinahe das Kapitel "Kickern" ein für alle mal geschlossen.

 

Wozu weitermachen?

 

Aber ich zog auch Gewinn aus der Lage: immer wieder lachten beide viel dabei, hatten Spaß daran, laut über die eigenen Fehlschüsse zu fluchen und - siehe da! - nach und nach wurde ich auch besser. Ich erkannte seine Schwächen und nutzte meine Stärken. Manchmal schoss ich mehrere Tore hintereinander. Das brachte meinen Gegner aus dem Konzept, ihm gelang es dann nicht mehr, sein Spiel souverän und erfolgreich durchzuziehen.

 

"It's not over till it's over"

 

Inzwischen weiß ich, es ist solange nicht vorbei, bis es vorbei ist. Ich habe auch schon ein 2:7 gedreht zu einem Sieg mit 10:8. Die Haltung ist es, die neben der Übung über den Erfolg entscheidet. Die Erfahrung, es schon mal geschafft zu haben, trägt mich über schlechte Phasen hinweg. Ich glaube an mich. Auch wenn es nicht immer zum Sieg reicht.

 

Ich gebe nicht auf, und ich werde besser.

 

 

Wäre es nicht toll, diese Erfahrung auch auf andere Lebensbereiche und die Arbeit zu übertragen? 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0